• Raphael Brinkert

Der Zukunftsgarant des FC Schalke 04 ist der e.V.

Nach meinem letzten Post über den FC Schalke 04 bin ich von vielen Fans gefragt worden, was man ändern könnte oder verstärken sollte. Gerne schreibe ich in den kommenden Monaten einmal meine Gedanken auf und veröffentliche diese hier.


Die mitunter wichtigste Frage von uns allen ist die des e.V. und dessen Zukunftsfähigkeit im modernen Fußball. Dazu darf es auf Schalke nur eine Antwort geben:

Für einen Verein mit der Traditon und der Anzahl der Mitglieder wie dem FC Schalke 04 ist der e.V. keine Folklore oder unbequemer Firlefanz, sondern bei der Entwicklung im Profi-Fußball auch Zusammenhalt, Zukunft & zukünftiges Alleinstellungsmerkmal. Ein Alleinstellungsmerkmal, dass sich - bei der fortschreitenden Umwandlung in andere Rechtsformen von Wettbewerbern - sogar langfristig erfolgreicher vermarkten lässt als jede andere Rechtsform. Und, dass eine Ausgliederung zwar das Versprechen, aber nicht auch zwangsläufig die Erfüllung von sportlichem Erfolg ist, sehen wir nicht nur beim HSV und VfB Stuttgart.


Unser Scheich sind der Kevin aus der Nord, die Gaby vom Oberrang und das Paar aus dem La Ola Club. Unser Scheich sind die über 150.000 Mitglieder, die jährlich ihren Obolus verrichten und den Club damit zur viertgrößten stimmberechtigten Fußball-Vereins-Bewegung der Welt machen. Daran müssen wir anknüpfen und aus Mitgliedern wieder Mitentscheider und Multiplikatoren statt Mitläufer machen.


Unsere Aufgabe ist es auch das zentrale Umfeld, auf dessen Boden der Verein groß geworden ist, wieder stärker mit einzubeziehen. Es ist schade zu sehen, wieviele Gelsenkirchener nicht mehr mit Herz und Blut an jeden Spieltag in und um der Arena dabei sind. Und das nicht, weil sie gerade di Ospeo im Keller gefangen halten, sondern weil das „Erlebnis“ Schalke für sie nicht mehr finanzierbar ist. Hier müssen wir in einer Zeit, in der Vereinskneipen aus unterschiedlichen Gründen aussterben, neue Gemeinschaftsräume und -Anlässe fördern.

Und Mitgliedschaftsbeiträge reduzieren, für Hartz4-Empfänger oder arbeitslose Jugendliche auch permanente Sonderlösungen erarbeiten. Denn in und um Schalke war und ist der Verein immer mehr gewesen als Fußball.

Und genau das macht den Verein aus.


Freu mich auf Eure Einschätzung und Ergänzung.

Glück auf Raphael